Energieholz



Energiehölzer (Populus und Salix) sind Baumarten mit einer zügigen Jugendentwicklung und der Fähigkeit zum Stockausschlag, d. h. sie regenerieren sich nach der Ernte aus dem verbliebenen Stock. Wichtige Energieholzarten sind: Balsampappel (Populus, P. trichocarpa, P. macimowiczii), Schwarzpappel (Populus, P. nigra, P. deltoides), Kreuzungen aus Balsampappel und Schwarzpappel sind besonders ertragreich und Korbweide (Salix viminalis) sowie Kreuzungen mit anderen Weidearten.
Die rechtlichen Aspekte zum Anbau von Energieholz in Kurzumtriebsplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen finden Sie hier.
Weitere rechtliche Verordnungen sind zu beachten:
- Verordnung (EG) Nr. 795/2004
- Verordnung (EG) Nr. 1586/97 (vom 29.06.97), Kapitel III (Anhang II; KN-Code ex 06029041)
- Direktzahlungsverordnung EU VO (EG) Nr. 1782/03 und Nr. 1973/04
Zu beachten ist auch, dass die Umtriebszeit von 20 Jahren nicht überschritten wird. Ein Umtrieb ist die Zeit einer Aufwuchsperiode bis zur nächsten Ernte.
Energiehölzer gedeihen optimal bei gemäßigten Klima bis 600 mm NN. Entscheidend für den Anbau ist eine ausreichende Wasservorsorgung, daher sind Auestandorte zu bevorzugen. Der Oberboden sollte gut durchlüftet und leicht durchwurzelbar sein. Für Pappel und Weiden sind ackerbauliche Grenzstandorte, staunasse und sehr schwere, tonnige sowie trockene Böden ungeeignet.
Vor der Pflanzung sollte eine tiefgründige Herbstfurche (mindst. 25 cm) und eine ausreichende Unkrautbekämpfung erfolgen. Die Pflanzung der Stecklinge erfolgt manuell, d. h. mit Weinbaupflanztechnik oder Pflanztechnik aus dem Gemüsebau (Termin: Ende März bis Anfang April). Die Stecklinge dürfen max. 2-3 cm aus dem Boden schauen. Es muss unbedingt auf Bodenschluss geachtet werden!
Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ist im Pflanzjahr und in den ersten Jahren keine Düngung erforderlich. Ab dem 6. Standjahr sollte die Notwendigkeit geprüft werden, um den Nährstoffversorgungszustand C des Bodens an Makronährstoffen zu erhalten. Der Einsatz von Klärschlamm und Gülle ist zu dem möglich.
Die Ernte erfolgt während der Vegetationsruhe in den Monaten Januar bis März. Der Boden sollte befahrbar und gefroren sein. Als Erntetechnik steht der CLAAS-Jaguar mit Holzschneidvorsatz zur Verfügung sowie Gehölzmähhacker und Fäller-Bündler-Systeme in Kombination mit Hackern.
Informationsblätter der TLL zu:
- Rechtliche Aspekte des Anbaus von Energieholz in Kurzumtriebsplantagen....
- AgroForstEnergie - Agroforstsysteme mit Energieholz
- Standpunkt - Energieholzanbau auf gewässernahen Ackerflächen
- Standorteignung für die Anlage ertragreicher Kurzumtriebsplantagen in Thüringen
Themenbearbeiter bei der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft:
Frau Manuela Bärwolff
Tel.: 036427 868 117
Mail: manuela.baerwolff(bei)tll.thueringen.de
Herr Thomas Hering
Tel.: 036427 868 110
Mail: thomas.hering(bei)tll.thueringen.de









