Agrarunternehmen "Wöllmisse" Schlöben e. G.

Quelle: AG "Wöllmisse" Schlöben e. G.
Rapspresse
Quelle: Strohfest der AG "Wöllmisse" Schlöben e. G.

Das Agrarunternehmen "Wöllmisse" Schlöben e. G. wurde als eingetragene Genossenschaft am 10.12.1991 gegründet und liegt im Saale-Holzland-Kreis zwischen den Orten Jena und Stadtroda. Derzeit bewirtschaftet das Unternehmen insgesamt 2.200 ha, darunter 2.026 ha Ackerland und 93 ha Grünland. Das Agrarunternehmen produziert Marktfrüchte wie Weizen, Braugerste, Futtergerste, Roggen und Körnermais; sowie Färsen und Mastrinder aus eigener Aufzucht. Neben der Produktion bietet das Unternehmen auch landwirtschaftliche Dienstleistungen an, die vor allem die Betreuung von Landtechnik sowie Landschaftspflegearbeiten umfassen. Der Ausbildungsbetrieb bietet die Möglichkeit einen Berufsweg als Landwirt, Tierwirt oder Landmaschinenschlosser einzuschlagen.

Im Jahre 2006 entschloss sich das Unternehmen, am Standort in Schlöben, Rapsölkraftstoff selbst herzustellen. Während das Öl zu 90 % in vier umgerüsteten Schleppern Verwendung findet, wird der anfallende Rapskuchen in der Färsenproduktion und Bullenmast zur Fütterung eingesetzt um Wirtschaftkreisläufe im Betrieb zu schließen. Derzeit werden in Schlöben ca. 600 t Raps pro Jahr zu 200 t Rapsöl und 400 t Presskuchen verarbeitet.

Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit in Form eines Werbeaufklebers auf der Flotte einer Spedition die Rapsöl tankt, ist die „Wöllmisse“ Schlöben e. G. vor allem für ihren Biokraftstoff bekannt. Neben dem Engagement zur Rapsölnutzung als Treibstoff widmet sich das Unternehmen aber auch der öffentlichkeitswirksamen Vermarktung von Stroh und Heu. Es bietet verschiedene Ballenformen und –größen aus Stroh und Heu zum Kauf an. Im zweijährigen Rhythmus wird mit der Gemeinde Schlöben das traditionelle "Strohfest" organisiert, bei dem die Agrargenossenschaft ihre Türen für die Besucher öffnet und tatkräftig den "Strohfigurenwettbewerb" unterstützt. In naher Zukunft ist geplant in der Gemeinde Schlöben eine zentrale Wärmeversorgung auf der Basis von Biomasse zu errichten. Die Agrargenossenschaft wird als Substratlieferer für die Biogasanlage ihren Teil dazu beitragen. Neben den ökologischen Vorteilen hat das geplante Projekt auch einen hohen regionalwirtschaftlichen Wert: die Energiekosten verbleiben am Ort, und die regionale Wertschöpfung wird erhöht.

Kontakt:
Herr Klippel
Sitz Gernewitz
Rausdorfer Straße 10
07646 Stadtroda

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