Agrargenossenschaft Königssee e. G.

Luftbild AG Königssee e.G. (Bild AG Königssee e.G.)
BGA-Königsee (Bild AG Königssee e.G.)
Domäne Groschwitz (Bild AG Königssee e.G.)
Hackschnitzelheizung Domäne Groschwitz (Bild AG Königssee e.G.)
Lagerung Hackschnitzel (Bild AG Königssee e.G.)

Die Agrargenossenschaft Königssee e. G. bewirtschaftet ca. 2.500 ha Nutzfläche in Vorgebirgs- und Höhenlage des Thüringer Waldes in einem Gebiet zwischen Großbreitenbach, Königssee und Rudolstadt. Das zum Teil stark hängige Gelände wird auf einer Fläche von etwa 1.200 ha als Grünland genutzt. Zu den weiteren Flächen gehören ca. 930 ha Ackerland, 200 ha Wald sowie Hof-, Gebäude- und Sonstige Flächen. Das im Jahr 1991 gegründete Unternehmen betreibt Milchviehwirtschaft und Pflanzenproduktion.

Zum Betrieb gehören insgesamt 1900 Rinder, davon sind etwa 850 Milchkühr. Eine Besonderheit stellt ein Freigehege am Standort Groschwitz dar, in dem Rot- und Damwild gehalten und regional vermarktet wird. Als neuen Betriebszweig hat die Agrargenossenschaft Königssee e. G. die Energiewirtschaft erschlossen. In Königssee wird eine Biogasanlage mit 500 kW elektrischer und 560 kW Wärmeleistung betrieben. Die Inwertsetzung der Wärme erfolgt durch den Transport über eien Nahwärmeleitung zum nahegelegenen Schulzentrum Königssee.

Ein weiteres Standbein hat der Betrieb im Agrartourismus gefunden. Am traditionsreichen Standort Domäne Groschwitz wurden Gutshäuser und Stallgebäude übernommen und saniert. In den alten Gebäuden mit Feldsteinmauern und Kreuzgewölben wurden Gästeunterkünfte, Tagungsräume, Hofladen und Festscheune eingerichtet.
Zur Wärmeversorgung der gesamten Hofanlage wurde eine Biomasseheizung auf Basis von Holzhackschnitzeln installiert. Der Biomassekessel eines deutschen Herstellers hat eine Spitzenlast von 100 kW und sichert zusammen mit einem Pufferkessel von 8000 Litern die ganzjährige Wärmeversorgung aller Gebäude ab. Der Kessel steht in einem ehemaligen Stallgebäude und kann im modulierbaren Teillastbetrieb gefahren werden. Je nach Wärmeanforderung reguliert der Kessel dabei die Leistung und sorgt so für eine angepasste Wärmeabgabe. Im Nebenraum der Kesselanlage befindet sich der Brennstoffvorrat. Er wird dort in einem 70 m³-Bunker vorgehalten und automatisch über einen Federarmaustrag mit Querförderschnecke an den Kessel übergeben. Diese weitestgehend automatisierte Beschickung des Kessels gewährleistet eine hohe Versorgungssicherheit bei gleichzeitig vertretbarem Arbeitsaufwand. Der im Vergleich zu einer Öl- oder Gasheizung höhere Investitions- und Arbeitszeitbedarf wird langfristig durch günstigere Brennstoffkosten kompensiert. Im Durchschnitt kosten Holzhackschnitzel bezogen auf den Brennwert ca. 50 % weniger als Erdgas oder Heizöl. Trotz saisonaler Preisschwankungen ist langfristig davon auszugehen, dass diese Preisrelationen erhalten bleiben und sich die Umstellung auf eine Hackschnitzelheizung langfristig als die günstige Wärmeerzeugungsform etablieren wird.

Abgesehen von den zu erreichenden Kosteneinsparungen trägt eine Holzhackschnitzelheizung auch zur Verbesserung der Klimabilanz der Agrargenossenschaft bei. Zudem trägt der Bezug von Waldrestholz aus den eigenen Waldbeständen und benachbarten Forstbetrieben dazu bei, das Wertschöpfung regional gebunden wird und nicht über Rohstoffimporte der Binnenwirtschaft entzogen werden.

Kontakt:
Agrargenossenschaft Königssee e. G.
Am Schiefer 1
07426 Königsee

Domäne Groschwitz
Groschwitz Nr. 1
07407 Rudolstadt-Groschwitz

Bei Interesse an einer Besichtigung, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf!

Ihre Regionale Bioenergieberatung Land- und Forstwirtschaft - Öffentlichkeitsarbeit Energiepflanzen

 

 

Link zu den Förderschwerpunkten.
Kampagne 'Deutschland hat unendlich viel Energie'
Wettbewerb Bioenergiedörfer
Energie für Deutschland
© www.nachwachsende-rohstoffe.de