"100 Jahre Agrarforschung Dornburg"

Drillsaat (1960)
Versuchsanbau in Dornburg (1950)

Wie alles begann ...
Das ehemalige Kammergut Dornburg, welches sich bereits mit Saatgutwirtschaft und Pflanzenzucht beschäftigte, wurde 1911 durch den Pächter Otto Frieg gegründet. 1920 übernahm die Uni Jena das Gut und stellte schon in diesen Jahren mit seinen Versuchen ein Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis dar. In den 30-er Jahren wurden bereits bedeutende Gersten- und Winterweizensorten aus Dornburger Züchtung anerkannt. Neben Getreide lag der züchterische Schwerpunkt auf der Bearbeitung von Gräsern sowie Leguminosen. Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm die FSU Jena Dornburg als Forschungsstelle. In den Folgejahren wurden intensive Forschungen an Getreide, Kartoffeln, Ölkürbis, Topinambur etc. mit entsprechenden Anerkennungen abgeschlossen.

Mit der Auflösung der Landwirtschaftlichen Fakulät kam es zur Eingliederung in das Institut für Züchtungsforschung Quedlinburg der Akademie der Landwirtschaft (AdL). In diesem Zeitraum wurde bis zur Wende vor allem an Triticale und Sojabohnen gezüchtet. Nach der Wende 1990 wurde das Institut in die neu gegründete Landesuntersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Thüringen eingegliedert und mit Gründung der TLL als Versuchsstation Dornburg und Sitz der Referate Pflanzenbau und Nachwachsende Rohstoffe weitergeführt.

Energieholz Ernte auf den Versuchsflächen
Anbau von Futter- und Energiepflanzen

HEUTE ...
Wie in den Gründungs- und darauf folgenden Jahren ist Dornburg nach wie vor ein bedeutender Standort für Versuchsdurchführung, Projektarbeit, Themenbearbeitung und Forschung. Neben hoheitlichen Aufgaben werden zahlreiche Veranstaltungen, wie Thüringer Bioenergietag, Feldversuchstage, Thüringer Rapstag etc. in Dornburg und von Dornburg organisiert, die auch heute noch wie damals rege von Wissenschaft und Praxis wahrgenommen werden. Die Reputation des Standorts kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass durch die Dornburger Kollegen zahlreiche bundesweiten Forschungsprojekte (EVA II, Agroforst, Kamel) mit den entsprechenden Versuchen koordiniert werden.

Die Broschüre zu "100 Jahre Agrarforschungsstandort Dornburg" ist kostenpflichtig erhältlich bei der
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft
Referat 140/Öffenlichkeitsarbeit
Naumburger Str. 98
07743 Jena
Tel.: 03641 683 - 338

Weitere Informationen und Rückblicke finden Sie unter www.thueringen.de/de/tll/aktuelles/dornburg_100/

 

Link zu den Förderschwerpunkten.
Kampagne 'Deutschland hat unendlich viel Energie'
Wettbewerb Bioenergiedörfer
Energie für Deutschland
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