Stroh: Stall und Bude warm mit Rundballenheizung


Fotos: F. Gerlach

Bereits 2003 stellte der Schweinehalter Gerd Dreyer in Bornstein bei Eckernförde die Beheizung seiner Ferkelerzeugung und der beiden Wohnhäuser von Erdöl auf Stroh um. Der Brennstoff kommt vom eigenen Acker, die "Handbeschickung" der Rundballen erledigt der Landwirt mit dem Frontlader.

Rund 450.000 kWh Wärme speist die Heizungsanlage jährlich in das hofinterne Wärmenetz ein und ersetzt damit ca. 50.000 Liter Heizöl. Durch das preiswertere, selbst erzeugte Wärmeangebot kommen die Schweine auf dem Betrieb nun in den Genuss erhöhter Luftraten bei der Stallbelüftung - mit merklich positiven Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit der Tiere.

An kalten Wintertagem verbrennt Dreyer drei bis vier Rundallen pro Tag in dem Strohballen-Vergaser des Herstellers Herlt. Er hat Erfahrungen mit verschiedensten Strohsorten gesammelt. Die Beschickung der Heizanlage lässt sich problemlos in die betrieblichen Arbeiten integrieren. 

Der Brennstoff Stroh fällt auf den selbst bewirtschafteten Ackerflächen an und wird neben dem einfachen Heizhaus unter Vlies gelagert. Die mit der Verbrennung entzogene Humusnachlieferung berücksichtigt der Ackerbauer durch Zwischenfrüchtanbau.

Stroh-Heizanlage

  • Herlt Ganzballen-Vergaserheizkessel 90 kW mit Pufferspeicher
  • Biomasse: Getreidestroh, Holz
  • Nutzung: Sauenhaltung, Ferkelaufzucht, Wärmeleitung zu zwei Wohnhäusern

Betrieb

Gerd Dreyer
Sprenger Weg 14
24214 Neudorf

Kontakt

Gerne vermittelt die Bioenergieberatung den Kontakt zum Betriebsleiter und arrangiert bei Interesse einen Betriebsbesuch. Bitte wenden Sie sich an:

Bioenergieberatung Schleswig-Holstein / Hamburg
Maschinenringe Schleswig-Holstein
Florian Gerlach
Tel. 04874 9005-313
E-Mail: florian.gerlach(bei)mr-mittelholstein.de

 

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