Demonstrationsbetriebe Bioenergie in Schleswig-Holstein und Hamburg
Die Bioenergie-Beratung präsentiert zukunftsweisende Initiativen zu Energiepflanzen-Anbau und Bioenergienutzung.
Nessendorfer Mühle: Biogas, Gärrest- und Holzpellets
Seit 2007 wird auf der Nessendorfer Mühle Biogas erzeugt. Der separierte Gärrest kann vor Ort getrocknet und als Düngemittel oder Brennstoff pelletiert werden. Holzpellets werden auf der Nessendorfer Mühle aus Sägemehl erzeugt, das bei der Holzverarbeitung anfällt. Die Premium-Brennstoffe werden auf kurzen Wegen direkt an Endkunden vermarktet.
Bio PM, Gettorf: Reiches Fermentermenü und Wärme à la carte
Zuerst sollte es "nur" eine Hof-Biogasanlage werden mit einigen hundert Kilowatt elektrischer Leistung für den Milchviehbetrieb Isarnho Farms. Nachfragen nach Biogas-Wärme von Gewerbegebieten und für ein bestehendes Wärmenetz ließen die Anlage der Bio PM GmbH & Co. KG in Gettorf noch in der Planungsphase auf 1,2 MWel wachsen. BHKWs an vier Standorten sorgen für Wärmelieferung nach Maß.
Buchenhof Bioenergie, Klein Offenseth: Biogas-Satellit wärmt Rosen
Mit der ersten landwirtschaftlichen Biogasanlage im Landkreis Pinneberg speist die Buchenhof Bioenergie GmbH & Co. KG in Klein Offenseth-Sparrieshoop seit Dezember 2006 Biostrom in das öffentliche Netz ein. 1,5 km weiter nutzt Rosen Kordes, die größte Rosenbaumschule Europas, ganzjährig die Abwärme, um seine Gewächshäuser zu beheizen.
Gerd Dreyer, Bornstein: Stall und Bude warm mit Rundballenheizung
Bereits 2003 stellte der Schweinehalter Gerd Dreyer in Bornstein bei Eckernförde die Beheizung seiner Ferkelerzeugung und der beiden Wohnhäuser von Erdöl auf Stroh um. Der Brennstoff kommt vom eigenen Acker, die "Handbeschickung" der Rundballen erledigt der Landwirt mit dem Frontlader.
Familie Hansen, Hummelfeld: Brennstoff Miscanthus vom eigenen Acker
Im Jahr 2007 hat Familie Hansen aus Hummelfeld bei Eckerförde Miscanthus giganteus (Chinaschilf, "Elefantengras") auf zwei Hektar ihres landwirtschaftlichen Betriebes angebaut. Der Miscanthus soll ganzjährig den Brennstoff für die neue Heizung und somit die Wärme für die Hofanlage liefern.
Westhof Bioenergie, Wöhrden: Biomethan-BHKW für Biofrosterei
Mit einem Blockheizkraftwerk, das Biomethan aus dem öffentlichen Gasnetz nutzt, macht die Frosterei für Biogemüse in Wöhrden den ersten Schritt zur CO2-neutralen Energieversorgung der eigenen Produktion. Anlass für die Investition war der ganzjährig hohe Wärmebedarf der Blanchiereinrichtung, die Biogemüse aus der gesamten Region verarbeitet. So kann das BHKW kontinuierlich Strom produzieren - bei 100%iger Wärmenutzung.
Im direkten Kontakt
Die Bioenergieberatung organisiert thematische Fachexkursionen zu den genannten Demonstrationsbetrieben. Diese werden in der Rubrik Veranstaltungen angekündigt.
Neben den hier beschriebenen Demonstrationsbetrieben verfügt die Bioenergieberatung über zahlreiche Referenzadressen von Bioenergieprojekten. Sprechen sie uns an, wenn Sie Praxisbeispiele zu bestimmten Themen vermissen. Wir vermitteln Ihnen gerne einen auskunftsbereiten Praxisbetrieb.
Weitere beispielhafte Bioenergie-Projekte
Weitere beispielhafte Anlagen der Region wurden bereits in bisherigen Projekten als Demosntrationsbetriebe bzw. Best Practice Beispiele präsentiert.








