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Zum 2. Bioenergie-Region Stammtisch trafen sich 22 Akteure aus der Region in Tangeln

Der 2. Bioenergie-Region Stammtisch des Regionalvereins Altmark e.V. war am vergangenen Mittwoch zu Gast beim Landwirtschaftlichen Unternehmen Tangeln e.G.
Henning Kipp und Gerhard Faller-Walzer vom Projektbüro Bioenergie-Region Altmark begrüßten zusammen mit dem Geschäftsführer aus Tangeln Günter Willer über 20 Landwirte, Biogasanlagenbetreiber, Anlagenfahrer, Mitarbeiter von Planungsbüros, der Landgesellschaft, der Bioenergieberatung und Behördenvertreter.
Gleich zu Anfang erläuterte Herr Breitschuh, fachlicher Leiter der Bioenergieberatung Sachsen-Anhalt, das Für und Wider aus der Entscheidung der Clearingstelle zum Aufstellen weiterer BHKWs (Blockheizkraftwerk, also Motoren zur Stromerzeugung) am Standort bestehender Anlagen. Ebenso wurde den Stammtischteilnehmern mit Hilfe von Grafiken veranschaulicht, welche Hilfe für den Anlagenfahrer zur Prozessoptimierung das automatische Erfassen der Substrate und deren Mengen in einem Stofftagebuch darstellt.
Themenschwerpunkt des 2. Stammtisches war das „Repowering von Biogasanlagen". Was sich dahinter verbirgt erläuterte Henning Kipp. Im Gegensatz zum „Repowering" von Windkraftanlagen, geht es bei Biogasanlagen nicht nur um den Ersatz ‚alter' Anlagen durch größere, leistungsstärkere Neuanlagen. Vielmehr geht es um Effizienzsteigerung bestehender Anlagen durch technische Prozessoptimierung, verbesserte Prozessbiologie, Wärmenutzungskonzepte.
Die Stammtischteilnehmer wurden aufgefordert, Fragen und Problemstellungen aus ihrer Praxis in der Runde zu diskutieren. Die aufgeworfenen Probleme dienen dem Projektbüro der Bioenergie-Region als Vorbereitung einer Studie zum Repowering von Biogasanlagen, bei der konkrete Anlagenstandorte in der Region untersucht werden sollen.
Nach einem regen Gedankenaustausch waren es vor allem Fragen zur Schaumbildung, zum Umgang mit Landschaftspflegematerial, zur Verweildauer des Substrates in der Anlage, zum noch ungenutzten Potential des Gärrestes, zum Aufstellen eines 2. BHKWs, zur Kontrolle und Steuerung der Beschickung der Anlage und auch angesichts der zu erwartenden schlechten Maisernte, nach dem Einsatz anderer Pflanzen als Substrat.
Günter Willer führte am Schluss der Veranstaltung noch über das Gelände seiner Biogasanlage. Im Kontrollraum erläuterte er das automatisch geführte Stofftagebuch und den ausschließlich durch Pumpen präzise geregelten und somit kontrollierbaren Substrateintrag bzw. Gärrestaustrag.
Weitere Informationen zur Bioenergie-Region Altmark unter www.altmark.eu
Weitere Informationen zum Bioenergiedorf Tangeln unter www.wege-zum-bioenergiedorf.de

