Lehmann Maschinenbau

Biogasanlage der Fa. Lehmann Maschinenbau
Biogasanlage der Fa. Lehmann Maschinenbau

  

Beschreibung Biogasanlage:

Leistung: 499 kW elektr.

Art: Trockenfermentationsanlage (Definition EEG 2004-2008)

Input:

  • Ganzpflanzensilage
  • Grassilage
  • Kleegrassilage
  • Getreide
  • Mais
  • Mist
  • Landschaftspflege

Angestellte: 4 an der Biogasanlage 

 

Beschreibung Bioextrusion:

 

Das entwickelte Verfahren der Bioextrusion erfolgt durch hydrothermalen (thermomechanischen) Aufschluss und hat sich zur stofflichen und energetischen Nutzung von Faserpflanzen bestens bewährt und wird in Biogasanlagen mit gutem Erfolg eingesetzt.

In einem Doppelschneckenextruder wird durch Druck und höhere Temperatur, bedingt durch wechselnde Belastung und mehrfache Druck-/Entspannungszyklen im Gerät, das Substrat nicht nur zerkleinert, sondern teilweise bis in die Zellstruktur aufgeschlossen.

Durch die sehr vergrößerte Oberfläche erreicht man eine bessere biochemische Verfügbarkeit, der Biogasertrag wird gesteigert und es finden Prozesse der Grenzflächenmechanik statt, wie sie aus dem biologischen Abbau von Klärschlamm bekannt sind. Es kommt zur Herausbildung neuer Bakterienstämme und zu einer Verbesserung des C/N-Verhältnisses, da auch Zellulose und Hemizellulose aufgeschlossen und von den einbindenden Ligninschichten freigesetzt wird. Das System ist selbstreinigend und robust und schließt unterschiedlichste Substrate sicher auf.

Ein weiterer wichtiger, bisher wenig beachteter Punkt ist neben der Ertragssteigerung an Biogas durch das Aufschlussverfahren auch die Einsatzmöglichkeit von Materialien, die derzeit gar nicht oder nur schwer biogasfähig sind, wie Mist, Gras, Stroh, Landschaftspflegeschnitt, Silagen, Bioabfall. Auch Feldfrüchte mit einem sehr hohen Trockensubstanzgehalt (TS) können eingebracht werden und werden sicher beherrscht.

Das bestätigt ein Anlagenbetreiber, der jetzt im 2. Jahr auf 40 ha Hybridroggen der Sorte Festus mit ca. 75% TS geerntet und siliert hat. Dabei wurde der Hybridroggen für die Silage grob zerkleinert auf ca. 4cm Länge. Mittels Bioextrusion erfolgt dann vor Einbringung in den Fermenter der Aufschluss. Das strohähnliche Material schwimmt nicht auf und die Rührwerke beherrschen sicher den Biogasbildungsprozess bei geringem Energieeintrag.

 

Die Monokultur des Maises als Energiepflanze ist gebrochen, denn es kommt auf den Ernteertrag pro Hektar oTS (organische Trockensubstanz) an. In einem Beispiel wird verdeutlicht, dass der Hybridroggen trotz halbem Ernteertrag pro Hektar gegenüber Mais aufgrund der hohen Trockensubstanz von ~ 70% einen Mehrertrag von ca. 300 € pro Hektar in Form von Stromertrag erwirtschaftet. Die Bioextrusion ist dabei eine Voraussetzung trockenes, siliertes Substrat zu fermentieren. Zweijährige Betriebserfahrungen liegen vor.

Der Hersteller LEHMANN Maschinenbau bietet komplette Systeme der Dosier-, Förder-, Störstoff-, Aufschluß- und Einbring-, Entschwefelungs- und Trocknungstechnik. Die eigene Biogasanlage mit einer Leistung von 499 kW kann besichtigt werden.

Bioextruder MSZ-B55e
Bioextruder MSZ-B55e

Kontakt:

LEHMANN Maschinenbau GmbH
Herr Dipl.-Ing. Thilo Lehmann
Jocketa-Bahnhofstraße 34
08543 Pöhl
Telefon: +49 (0) 37439 744 0

Telefax: +49 (0) 37439 744 25

E-Mail: post(bei)lehmann-maschinenbau.de

 

In einem Vortrag im DBFZ stellte Herr Thilo Lehmann das Verfahren der Bioextrusion genauer vor. Den Vortrag finden Sie unter dem folgenden Link:

"Biogasanlagenbau - Auf den Aufschluss kommt es an"
[Download; *.pdf, 18,7 MB]

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage der Firma Lehmann Maschinenbau.

 

Link zu den Förderschwerpunkten.
Kampagne 'Deutschland hat unendlich viel Energie'
Wettbewerb Bioenergiedörfer
Energie für Deutschland
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