Feldführungen zu alternativen Energiepflanzen rege besucht

- Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau öffnete ihre Versuchsfelder -

Am 28. Juli und am 3. August 2011 hatten die BioEnergieBeratung Sachsen-Anhalt und die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) unter dem Motto „Was wächst denn da? – Alternative Energiepflanzen stellen sich vor –“ alle an der Thematik Interessierten zu einer Besichtigung des Energiepflanzenparks der LLFG eingeladen.

Zu Beginn wurden den Teilnehmern überblicksartig Fakten zu Anbau und Nutzung von Energiepflanzen in Deutschland und speziell in Sachsen-Anhalt näher gebracht. In der Regel handelt es sich dabei um landwirtschaftliche Nutzpflanzen, die gleichfalls zur Erzeugung von Nahrungs- oder Futtermitteln dienen. Überraschend war für manchen Besucher, dass Energiepflanzen in Deutschland schon auf 1,8 Mio. ha angebaut oder dass bundesweit ca. 6.000 Biogasanlagen betrieben werden.

An mehreren Stationen erläuterten Mitarbeiter der LLFG fachkundig die einzelnen Pflanzenarten und Zielstellungen der Versuche. Der Energiepflanzenpark, der im Jahr 2007 angelegt und im Laufe der Jahre umfangreicher wurde, bot den Teilnehmern ein breites und vielfältiges Spektrum alternativer mehrjähriger Kulturen. Zuerst wurden Herkunft, Anbau, Erträge und Verwendung u. a. von Miscanthus (Chinaschilf), Szarvasi-Gras, Igniscum, Switchgras, Triarrhena, Sida, Durchwachsene Silphie, Big Bluestem oder Rumex vorgestellt. Große Hoffnungen werden aufgrund der positiven Versuchsergebnisse in das Switchgras für die Verbrennung und die Durchwachsene Silphie für die Biogaserzeugung gesetzt.

Die sehr gute Wuchsleistung einer Kurzumtriebsplantage (KUP) nach der Ernte im Winter konnte vor Ort besichtigt werden. Bei den schnellwachsenden Baumarten zeigte sich eine starke Bestockung und bereits wieder einen Aufwuchs von 2 – 3 Metern Höhe. Die Beurteilung von Ertragsleitung auf verschiedenen Standorten ist eine der Zielstellungen des bundesweiten Versuchsprojektes an dem sich die LLFG beteiligt. Das von den KUP geerntete Material wir in der Praxis in Form von Holzhackschnitzeln für die Verbrennung genutzt.

Ein weiteres Thema der Feldführung waren die einjährigen Energiepflanzen. Im Rahmen eines Projektes zu Anbauversuchen von Hirsen (Sorghum) werden Biomasseertrag und Methanbildungspotenzial verschiedener Hirsearten im Vergleich zum Mais untersucht. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Mais gegenüber der Hirse einen entscheidenden Vorteil hat: die jahrzehntelange züchterische Bearbeitung. Für die Besucher waren die Hirsepflanzen auf den ersten Blick nicht vom Mais zu unterscheiden – aber auch in diesem Fall konnte weitergeholfen werden.

An allen Stationen und während der Fahrt wurden immer wieder Fragen gestellt, welche die Mitarbeiter der LLFG gern und allgemeinverständlich beantworteten.

Das Ziel der öffentlichen Feldführungen, den Besuchern zu vermitteln, dass es neben Mais weitere Energiepflanzen gibt deren energetische Nutzung heute und in Zukunft möglich erscheint, wurde erreicht.

Wer sich darüber hinaus noch zu Energiepflanzen, deren Nutzung und zur Bioenergie allgemein informieren wollte, für den hatten die Organisatoren noch ausreichend Informationsmaterial bereitgestellt. Die Besucher nutzten diese Gelegenheit rege.

Die beiden Feldführungen sind wieder sehr erfolgreich verlaufen - eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr ist daher vorgesehen, um die Möglichkeiten der Bioenergie als einem Teil der erneuerbaren Energien einem größeren Personenkreis näher zu bringen.

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Kampagne 'Deutschland hat unendlich viel Energie'
Wettbewerb Bioenergiedörfer
Energie für Deutschland
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