Herzlich willkommen auf den Seiten der Bioenergieberatung für Hessen

Die Initiative „Bioenergie-Hessen“ und ihr Beratungs- und Informationsangebot stellt sich vor.

Hintergrund

Hessen verfügt über 784.000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, die von 22.000 landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet werden. Mit einem sehr hohen Waldanteil von 846.000 ha stellt Hessen etwa 8% der deutschen Waldfläche.

Das hessische Bioenergiepotenzial dieser Bereiche basierend auf Reststoffen und einem standortgerechten Energiepflanzenanbau wird mittelfristig auf ca. 12.000 GWh pro Jahr geschätzt, das erst zu weniger als 50 % genutzt wird. Das Land Hessen verfolgt daher das Ziel, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch auf 20 % zu steigern. Dabei spielt Bioenergie die bei Weitem wichtigste Rolle.

Insbesondere in landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch in Betrieben der Forstwirtschaft, kann Bioenergie besonders effektiv und mit geringem logistischen Aufwand direkt eingesetzt werden. Zusätzlich zur Energieerzeugung ist die stoffliche Nutzung, z. B. der Einsatz der Gärreste als natürlicher Ersatz für mineralische Düngemittel, der zweite wesentliche Faktor einer effizienten Biomassenutzung.

Dabei kommen biogene Reststoffe häufig in optimierten Kombinationen mit Energiepflanzen zum Einsatz. Der sachgerechte Umfang des Energiepflanzenanbaus und die Auswahl geeigneter Standorte sind dabei wesentlich.

Allerdings werden sowohl die energetische Nutzung von Biomasse und auch der Anbau von Energiepflanzen in der Öffentlichkeit und Presse mittlerweile zunehmend kritisch gesehen, wobei die vertretenen Auffassungen sich mitunter wenig auf entsprechende fachgerechte Information stützen können.

Daher sollen die Information- und Beratungsmaßnahmen des Kompetenznetzwerkes in Hessen dazu beitragen, allen beteiligten Akteuren neutrale und sachliche Information bereitzustellen und zu vermitteln um damit einen Beitrag zum zum Ausbau erneuerbarer Energien sowie zum Klimaschutz leisten.

Angebot:

In Hessen stehen im Rahmen dieser Initiative Experten eines Kompetenznetzwerkes aus Mitarbeiter/-innen des Kompetenzzentrum HessenRohstoffe (HeRo), der Erzeugergemeinschaft nachwachsender Rohstoffe (EZG-nawaro), der Maschinenring-Hessen (MR-Hessen) und des federführenden Witzenhausen-Instituts zur Verfügung.

Auf Wunsch werden unter anderem angeboten:

  • Betriebsindividuelle Energieberatungen und –analysen mit Vor-Ort-Besuchen („Energiecheck“),
  • Exkursionen zu Demonstrationsbetrieben,
  • die Organisation und Leitung regionaler Fachforen zum Energiepflanzenbau,
  • die Vermittlung von Referenten für Fachveranstaltungen oder
  • die Durchführung von Unterrichtseinheiten in Berufsschulen und Lehrerfortbildungen.

Darüber hinaus stehen die Fachberater telefonisch, auf  Messen und bei Feldtagen für Fragen zur Verfügung, erstellen kostenlose Informationsmaterialien und organisieren Lehrfahrten.

In engem Kontakt und Austausch steht die Projektgruppe auch mit den beiden hessischen Bioenergieregionen Hersfeld-Rotenburg/Schwalm-Eder (naturkraft-region) und Mittelhessen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie von unserem Angebot Gebrauch machen würden.

 

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